Vor dem Trevibrunnen :)Sandalen, Kopfbedeckung, Sonnencreme, Trinkflasche – Die wichtigsten Dinge für unsere Wallfahrt durch Rom!

Nachdem Bahn und Bus wegen einer Fahrplanumstellung und des Fahrverbotes in Rom leider für unsere Anreise ausschieden, machten wir uns schweren Herzens via Flugzeug auf den Weg nach Rom. Da wir uns der Umweltverschmutzung bewusst sind, haben wir uns dazu entschieden, eine kleine Aktion für die Umwelt zu starten. Nichtsdestotrotz freuten wir uns schon alle sehr auf diese Wallfahrt und wollen allen einen kleinen Einblick von unserer tollen Fahrt geben:

Montag, 22.08.2016:
6.00 Uhr: Treffpunkt in Nürnberg am Flughafen – Herzliche Begrüßung und erste Brotzeit
Wir geben unser Gepäck ab und machen uns zur Handgepäckkontrolle auf. Nachdem alle Messer und Selfie-Sticks verstaut sind, kann es auch richtig losgehen.
Ankunft am Flughafen in Rom: Alle Koffer sind da, nur einer liegt offen auf dem Gepäckband.. Der Zusammenhalt im Mädchen-Verband einfach unglaublich! Alle packen mit an und sammeln Schuhe, Nagellack & Co vom Band. Aber auch den Männern ist zu danken, denn sie wachen über das restliche Gepäck. Gleichzeitig läuft die Mannschaft vom FC Porto an uns vorbei, das totale Chaos also. Wenn man nicht zufällig Fußballfan ist und am Klo ist.. Den ersten Schock verdaut, geht es mit dem Leonardo-Express zum Hauptbahnhof Roma Termini. Fünf Minuten Fußweg entfernt, finden wir auch schon unser Hotel (Hostel? Unterkunft? Schlafgelegenheit? Man weiß es nicht, wie die zwei Sterne erreicht wurden :D). Wer keinen großen Bruder dabei hat, muss den Koffer selber in den fünften Stock tragen. Frisch und munter geht es danach auf die erste Entdeckungstour! Erste Anlaufstation ist Santa Maria Maggiore, bei der wir durch die Heilige Pforte gehen dürfen. Wir sind beeindruckt von diesem Bauwerk. Danach schlendern wir zum Piazza Nova, wo wir in der Nähe ein schönes Lokal für das erste gemeinsame Abendessen finden. Zum Tagesabschluss geht es zu Giolitti, der Eisdiele mit dem besten Eis Italiens. Und es ist soo gut!

Dienstag, 23.08.2016:
der erste ImpulsEin kleiner Zuckerschock am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.. Sagen wir es mal so, das italienische Frühstück ist für uns etwas gewöhnungsbedürftig, aber man ist gestärkt für den Tag. Es geht nach San Giovanni in Laterano, wo wir wieder durch die Heilige Pforte gehen dürfen. Wir lassen uns von unserem KiAss Franz die Gemälde und ihre Bedeutung ganz genau erklären. Im Anschluss treffen wir uns im Schatten und Franz erzählt uns bei einem kleinen Impuls vom Leben des Heiligen Ignatius. Er gibt uns ein paar Fragen zum Nachdenken mit auf den Weg. Wir gehen an der Spanischen Treppe vorbei, durch den Campo di Fiori und schlendern an den Schaufenstern der teuren Geschäfte entlang. Wir besichtigen das Pantheon und die Umgebung drum herum. Natürlich besuchen wir an diesem Tag die ehemalige Wohnung von Franz und ein Foto ist da Pflicht. Wir fahren am Nachmittag zu St. Paul vFranz vor seiner ehemaligen Wohnungor den Mauern, dort nehmen wir uns für einen weiteren Impuls Zeit. In diesem Gotteshaus findet man Bilder von allen Päpsten und wir sind beeindruckt von den genauen Kunstwerken aus kleinen Mosaiksteinen. Am Abend sind wir beim Trevibrunnen, wir werfen ein paar Münzen und machen Fotos. Anschließend geht es zum Essen, denn die Mägen knurren schon. Die Nachspeise gibt es selbstverständlich bei Giolitti 😉

Mittwoch, 24.08.2016:
Die meisten schlafen tief und fest, manche wachen auf und stellen fest, unser Hotel wankt leicht. In der Nacht ist das schwere Erdbeben im ApenninPapstaudienz. Wir sind in der Früh entsetzt und geben erstmal Zuhause Bescheid, dass es uns gut geht. Wir sind schon früh unterwegs und machen uns gegen 7 Uhr auf zum Vatikan, um mit Papst Franziskus einen Rosenkranz für die Verstorbenen und Vermissten des Erdbebens zu beten. Auf dem Petersplatz sind nicht viele Leute und so ergattern wir Plätze in der vierten Reihe. Der Papst fährt an uns vorbei und sieht etwas mitgenommen aus. Wir schließen die Opfer und ihre Angehörigen in unsere Gebete ein. Danach wagen wir uns in den Petersdom. Wieder dürfen wir durch die Heilige Pforte gehen. Der Petersdom füllt sich mit Leuten, sodass die Atmosphäre nicht mehr wirklich andächtig ist. Trotzdem staunen wir in diesem riesigen Bauwerk. Nach einer Pause gehen wir am Nachmittag erst in die Katakombe des Petersdoms und danach geht es zu Fuß ganz nach oben in die Kuppel, wo wir den atemberaubenden Ausblick erst im Inneren des Doms und dann über Rom genießen. Am Abend sind wir in Trastevere, dem Künstlerviertel Roms. Wir sehen uns ein wenig um und dann geht es zusammen zum Essen.Im Sterbezimmer des Hl. Ignatius von Loyola

Donnerstag, 25.08.2016:
Heute ist für uns ein Höhepunkt unserer Wallfahrt, denn nachdem wir in Il Gesù waren, feiern wir einen Gottesdienst im Sterbezimmer des Heiligen Ignatius von Loyola. Wir fühlen uns ihm dadurch ganz nah. Franz erzählt uns vom Leben Ignatius und der Gründung des Jesuitenordens. Am Nachmittag besuchen wir die Katakombe San Callisto, wo wir eine etwas andere Führung erleben. (Insider: Sie haben Fragen.) Die anderen Leute sind etwas genervt von uns, aber wir haben Spaß.

Freitag, 26.08.2016:
Fit und fröhlich (Achtung: Ironie!) gehen wir auf den Aventin, genießen die Aussicht und schauen alle durch das Schlüsselloch. Am Aussichtspunkt halten wir inne für einen kleinen Impuls. Franz gibt uns wieder ein paar Fragen zum Nachdenken mit. Unser Weg führt weiter am Mund der Wahrheit vorbei zum Forum Romanum. Vom Palatin aus, haben wir den vollen Ausblick über das Forum. Nach einer kleinen Pause zur Stärkung steht das Colosseum auf dem Programm. Der klassische Touri-Tag ist also auch abgehakt.wir genießen den Ausblick :)

Samstag, 27.08.2016:
6.30 Uhr: Frühstück
7.00 Uhr: Abmarsch – Wir nehmen uns nochmal in Ruhe Zeit und betreten den Petersdom vor den Besuchermassen. Anschließend reihen wir uns ein in die Schlange für die Vatikanischen Museen. Wir wandern mit den vielen Leuten durch die Museen, bis wir in der Sixtinischen Kapelle sind. Wir betrachten die Bilder an den Wänden ganz genau. Lektion des Tages: Bei Hitze ist Essen und Trinken sehr wichtig! Am Abend feiern wir zusammen mit ehemaligen Domspatzen einen Gottesdienst in der deutschen Gemeinde Santa Maria dell’Anima. Anschließend geht es ein letztes Mal gemeinsam zum Abendessen. Wir sind langsam ein bisschen wehmütig.. Wir feiern trotzdem schön Geburtstag!Impuls bei Sankt Paul vor den Mauern

Sonntag, 28.08.2016:
Frühstück: Heute sind die Cornetti aus. Wir fragen beim Personal nach und bekommen zur Antwort, dass der Bäcker leider am Sonntag geschlossen sei. Wir freuen uns sehr über Zwieback.
Wir fahren nach dem „Frühstück“ nochmal in die Stadt, um uns zu verabschieden. Wir besuchen die Kirche zu Ehren der Heiligen Katharina von Siena in der Nähe des Pantheons. Bevor wir aber unser Gepäck aus dem Hotel holen, gibt es für alle ein Abschieds-Eis bei Giolitti. Es geht wieder mit dem Leonardo-Express zum Flughafen, wir sind alle ein bisschen traurig, dass die Tage so schnell vergangen sind. Großes Aufatmen: Niemand hat Übergepäck. Das Boarding wird verschoben, anschließend warten wir im Flugzeug, da in Deutschland starke Gewitter sind. Wir freuen uns auf eine weitere Nacht in Rom, aber da geht es auf einmal los. Wir sind am Flughafen in Nürnberg wieder angekommen. Unser Gepäck nicht. Wir sind müde und verabschieden uns – ohne Gepäck. Haben wir nicht was vergessen? Ach ja, kein Gepäck, die Autos bleiben leer. Doof, wer den Haustürschlüssel im Koffer hat..

Mittwoch, 31.08.2016:
Die ersten haben einen Koffer vor der Tür stehen!! 🙂 Große Freude. Biggi darf nochmal ihre Geschenke auspacken. Yeah!

Donnerstag, 01.09.2016:
Auch in Metten und Deggendorf trudeln die Koffer langsam ein. Whoop whoop!

Wir blicken auf eine tolle Wallfahrt zurück. Wir sind 95 km gegangen und haben die Spuren des Heiligen Ignatius verfolgt. Wir haben nicht nur unseren kulturellen und religiösen Horizont erweitert, sondern auch den kulinarischen. Manch eine schätzt nun den originalen Café aus Italien mehr als die Brühe bei MC Donalds. Die Fahrt war also ein voller Erfolg!

Vielen Dank lieber Franz für eine fantastische Woche in Rom, die uns alle noch mehr zusammengeschweißt hat 🙂

Autorin: Theresa Eifler