Metten
Israelbericht Bilder
24. Nov
Jetz gibt es einige Bilder online zum Bericht der Israelfahrt der OG Metten.
Den Bericht findet ihr hier.
„Olle do!“ oder Was acht Pilger in Israel erlebten
20. Aug
Es ist bereits eine Tradition, dass P. Markus und die Mettener GCL in regelmäßigen Abständen eine Reise ins Heilige Land anbieten. Doch bedeutet dies für diejenigen, die an der Fahrt teilnehmen wollen, zu Hause immer eine Extraportion Überzeugungsarbeit. Letztendlich aber fand sich eine Reisegruppe von acht Mettener Schülern, Altmettenern und Gästen zusammen (P. Markus, Michaela Radlmaier, Theresa Eifler, Christopher Helmbrecht, Felix Praßer, Florian Biermeier, Georg Haering und Martin Weber), um gemeinsam nach Israel aufzubrechen.
Am 9. August 2010 versammelten wir uns pünktlich um 5:30 Uhr vor der Klosterverwaltung, um uns von Felix’ Vater nach München fahren zu lassen. Gerne hätte P. Markus uns durchgezählt und ausgerufen „Olle do!“. Doch wir mussten feststellen, dass einer von uns noch fehlte. Nach kurzer Wartezeit beschlossen wir, ihn von zu Hause abzuholen. Auf dem Weg dorthin kam er uns jedoch schon entgegen, sprang in den Bus und entschuldigte sich, er habe noch den Pass und die Krankenversicherungskarte suchen müssen. Trotzdem kamen wir rechtzeitig um 6:45 Uhr am Flughafen in München an. Dort merkten wir in der Abfertigungshalle schnell, dass wir in eine andere Kultur reisten: Wir waren umgeben von vielen Juden, die uns dort durch ihre Kippa oder ihren schwarzen Hut auffielen. Beim Aufgeben des Gepäcks erfuhr Christopher dann eine Extrabehandlung, weil er nicht – wie alle anderen – mit einem Koffer reiste, sondern mit einem Rucksack. Die Sicherheitskontrollen waren wie bei jedem anderen Flug auch. Nur Christopher musste seine Taschenlampe zerlegen…
Um 9:00 Uhr saßen wir im Flugzeug und starteten um 9:25 Uhr Richtung Israel. Auch beim Mittagessen an Bord zeigte es sich, dass eine Reise nach Israel schon etwas Besonderes ist, denn wir wurden gefragt, ob wir ein „Kosher Meal“ bestellt hätten. Wir landeten um etwa 13:55 Uhr Ortszeit in Israel am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv. Die Einreisekontrolle verlief eigentlich ohne Probleme, außer dass unser anscheinend höchst verdächtiger Christopher zweimal befragt wurde, was er denn in Israel tun wolle. Dann wurden wir von einer Dame mit dem Schild „Gruppe Haering“ empfangen, holten noch unser Gepäck ab und kamen endlich ins Freie.
Das war sie also, die israelische Augusttemperatur, die uns da erst einmal ins Gesicht schlug und die uns im Laufe der nächsten Woche begleiten sollte. Bald aber konnten wir schon wieder den klimatisierten Bus besteigen, mit dem uns unser Driverguide Michael in den nächsten Tagen durch das Land fuhr. Laut Michael ist dies der beste Bus in ganz Israel. So fuhren wir also an der Mittelmeerküste entlang und an Haifa vorbei nach Norden, wo wir in Akko Halt machten und den Blick auf das Meer sowie die Meeresluft genossen. Diese Kreuzfahrerstadt hätte sicherlich einen längeren Aufenthalt verdient und es hätte noch viel zu sehen gegeben, aber wir wollten ja an diesem Abend noch in Tiberias ankommen. Als wir auf dem Weg dorthin an einer Tankstelle hielten, sahen wir zum ersten Mal Juden, die einfach am Straßenrand hielten und ihr Gebet Richtung Jerusalem verrichteten.

