Die Schule war aus, die Sommerferien endlich da – und eine geheime Mission erwartete die J-GCL: Vom 1.-5. August traf sich unser vielversprechender Geheimdienst-Nachwuchs aus einem ganz besonderen Anlass: einem Ausbildungs-Camp für Agentinnen und Agenten – natürlich top secret.

Nachtsichtgerät, Tarnanzug, Sonnenbrille? Alles eingepackt? Dann konnte es ja losgehen!

Die erste Herausforderung bot bereits die Anreise: Hier war geschicktes Kartenlesen und Navigieren gefragt, um unseren neuen (alten) Zeltplatz nahe Untersanding aufzuspüren. Gut, dass zusätzlich erfahrene Top-Agenten und -Agentinnen (nicht ganz so) undercover im Einsatz waren, um bei der Suche zu helfen. Diese hatten zwei Tage zuvor auch schon fleißig beim Aufbaulager gearbeitet, damit „Mission Orange-Blau“ pünktlich starten konnte.

Im Camp angekommen, wurden die neuen Auszubildenden unseren 4 vertretenen Geheimdiensten zugeteilt: CIA, FBI, BND und KGB freuten sich schon über ihren Nachwuchs und darüber, ihre neuen Agentinnen und Agenten miteinander messen zu können.

Doch bevor das Training losgehen konnte, galt es erst einmal, sich untereinander kennenzulernen – dabei halfen natürlich auch die frisch gebastelten Agenten-Ausweise. Außerdem stand eine ganz besondere Ausbildungs-Einheit an: ein Lager-Banner musste bemalt, am Bannermasten befestigt und die ganze Woche über gut gegen feindliche Geheimdienste verteidigt werden, die den ein oder anderen Spezial-Trupp zusammenstellten und unsere Auszubildenden auf den Ernst-Fall testeten. Gut, dass es zuvor eine Nachtwacheneinführung gab, so dass wir das Banner –trotz des ein oder anderen Missgeschicks – erfolgreich verteidigen konnten.

Am nächsten Tag startete das Mörderspiel, das unseren Agenten und Agentinnen List und Tücke sowie viel Einfallsreichtum abverlangte, bevor es dann mit dem Motto-Tag losgehen konnte. Dazu waren mehrere Stationen aufgebaut, an denen wichtige Agenten-Skills wie Anpassungsfähigkeit, Fitness und natürlich richtiges Krawattenbinden gelernt werden konnten. Obwohl es mittags anfing zu regnen und deswegen leider unsere Modenschau ausfallen musste, ließen sich die Agenten und Agentinnen die gute Laune nicht verderben, sondern traten zur großen Agenten-Prüfung an, in der sie das Gelernte unter Beweis stellen und Punkte für ihre Geheimdienste sammeln konnten.

Nach so viel harter Arbeit hatte es sich unser Agenten-Camp wirklich verdient, am nächsten Tag zum Baden zu fahren und sich vom anstrengenden Spionage-Alltag zu erholen. Schließlich stand am Donnerstag ja schon eine weitere große Aufgabe an: Beim Fantasy-Game mussten unsere Geheimdienste ihrer Fantasie freien Lauf lassen und aus Ästen, Blättern, Moos etc. gut getarnte Geheimverstecke bauen. Diese Mission nahm fast den ganzen Tag in Anspruch und die Ergebnisse konnten sich wirklich sehen lassen – oder auch gerade nicht J

Abends feierten wir mit unserem KiAss Franz Gottesdienst und erfuhren, dass nicht nur Geheimagenten auf einer Mission sind – sondern auch jede und jeder Einzelne von uns.

Da für die Nacht schlechtes Wetter angesagt war, musste unser letzter gemeinsamer Lagerfeuer-Abend leider entfallen und wir beschlossen, zur Sicherheit das Lager zu evakuieren. Mit so viel Agenten-Praxis ging alles gut über die Bühne und wir konnten schon bald in unsere Zelte zurückkehren.

Den letzten Tag verbrachten wir leider im Regen – während die Agenten und Agentinnen die Woche in einem schnell eingerichteten Spielezelt ausklingen ließen, fingen die Camp-Leiter und -Leiterinnen bereits mit dem Lagerabbau an. Schließlich war es Zeit, auf Wiedersehen zu sagen und so bekam jeder Agent und jede Agentin zum Abschied eine Urkunde zum erfolgreichen Ausbildungsende überreicht. Auch die Leiter und Leiterinnen zog es bei dem kalten Wetter nach Hause und so wurde das Camp mit vereinten Kräften abgebaut und alle Spuren beseitigt.

Danke, dass ihr dabei gewesen seid und diese tolle Woche mit uns verbracht habt!

Übrigens: wer noch nicht genug vom Agenten-Leben hat, ist herzlich zu unserer Diözesan-Konferenz vom 7.-9. Oktober ins Casino Karlstein eingeladen.

 

Autorin: Johanna Karczmarek